Donnerstag, 9. April 2026

Stefania Becheanu, Hauptgewinnerin der 4. Ausgabe des Musikpreises

Die 4. Ausgabe des QuattroPole-Musikpreises für innovative Musik fand am Mittwoch, den 8. April, im Arsenal Jean-Marie Rausch der Stadt Metz vor über 150 Zuschauerinnen und Zuschauern statt. Im Laufe des Abends präsentierten die vier von einer grenzüberschreitenden Jury ausgewählten Finalistinnen und Finalisten ihre Performances vor Publikum. Nach der abschließenden Beratung wurde Stefania Becheanu als Gewinnerin dieser Ausgabe ausgezeichnet und erhielt einen mit 10.000 € dotierten Preis des QuattroPole-Städtenetzes.

Ein abwechslungsreicher und lebendiger Abend

Durch den Abend führte souverän die Metzer Journalistin Alicia Hiblot. Vier rund zwanzigminütige Performances strukturierten das Programm und wurden durch institutionelle Beiträge sowie Gespräche mit den Künstlerinnen und Künstlern ergänzt. Philippe Brunella, Kulturdezernent von Metz und Vertreter von Oberbürgermeister François Grosdidier, Präsident von QuattroPole, eröffnete die Veranstaltung mit einer Ansprache. Interviews mit den Finalistinnen und Finalisten sowie eine Gesprächsrunde mit den Musikkoordinatoren rundeten das Programm ab. Zudem waren zwei ehemalige Preisträger anwesend: Hervé Birolini (Preisträger 2019) und Oleksii Rybak (Preisträger 2023). Der Juwelier Maison Bianchi, vertreten durch seinen Direktor Alexandre Bianchi, präsentierte zudem die eigens gestaltete Trophäe – ein Unikat, das die Wahrzeichen der vier Partnerstädte sowie die Symbolik zeitgenössischer Musik vereint.

Vier eindrucksvolle und authentische Performances

Die präsentierten Projekte boten vielfältige Einblicke in immersive und sensible Formen zeitgenössischer Klangkunst. In Saarbrücken zeigte Maria Teresa Treccozzi mit HörbarZelt II eine elektroakustische Performance-Installation, in der Stimme, Musik und Raum zu einem intimen Hörerlebnis verschmelzen. In Trier präsentierte Bernd Thewes mit CODE Figur auf Landschaft (Travestie) ein Werk für Soloflöte und mehrkanalige Klangprojektion, das mit Wahrnehmung und Hörgewohnheiten spielt. In Metz stellte Stefania Becheanu mit Rencontrer l’ours eine performative Arbeit vor, die Musik und Bewegung verbindet und sich auf hypnotische Weise mit Angst und kollektiven Dynamiken auseinandersetzt. In Luxemburg schließlich widmete sich Yliana Paolini (The Night FM) mit Whispers from the Glitch.exe – Beauty – Tremors den Emotionen digitaler Lebenswelten und erforschte neue Formen von Intimität, Begehren und Spannung in technologischen Interaktionen.

Stefania Becheanu gewinnt die 4. Ausgabe

Nach intensiver Beratung entschied sich die Jury — bestehend aus Catherine Kontz und Cathy Krier (Luxemburg), Aurore Gruel und Gilles Sornette (Metz), Stefan Zintel und Jürgen Martin (Saarbrücken) sowie Wouter Padberg und Dr. Anne-May Krüger (Trier) — den Preis an Stefania Becheanu für das Projekt “Rencontrer l’ours” zu vergeben.

Diese Auszeichnung würdigt ein herausragendes künstlerisches Projekt und prägt die 4. Ausgabe des QuattroPole-Musikpreises nachhaltig.

Über den Musikpreis

Der QuattroPole-Musikpreis für innovative Musikschöpfung wird seit 2019 alle zwei Jahre an Musiker:innen und Komponist:innen aus den Bereichen der aktuellen und zeitgenössischen Musik (elektronische, experimentelle, zeitgenössische Musik usw.) verliehen, die innovative – insbesondere digitale – Techniken einsetzen, einschließlich visueller Effekte und performativer Formate.

Der Musikpreis ist eine der zentralen kulturellen Säulen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Städte des QuattroPole-Netzwerks. Ziel ist es, die grenzüberschreitende Vernetzung der lokalen Kulturszenen zu stärken und die Sichtbarkeit des QuattroPole-Städtenetzwerks in der Großregion und darüber hinaus zu erhöhen.

 

Weitere Informationen zum QuattroPole-Musikpreis finden Sie unter: https://quattropole.org/